Remarketing für frühere Besucher
Warum es funktioniert
Frühere Besucher sind die interessanteste Zielgruppe überhaupt, weil sie bereits Interesse gezeigt haben. Der überwiegende Teil fragt beim ersten Besuch nämlich nicht an. Bei erklärungsbedürftigen Leistungen ist das normal: Man informiert sich, vergleicht und entscheidet Tage oder Wochen später. Remarketing sorgt dafür, dass ein Anbieter in dieser Zwischenzeit präsent bleibt. Da die Menschen bereits Interesse gezeigt haben, sind die Kosten pro Anfrage meist deutlich niedriger als bei Neukontakten.
Was rechtlich gilt
Remarketing setzt Cookies oder vergleichbare Techniken ein und ist damit einwilligungspflichtig. Ohne Zustimmung im Cookie-Hinweis darf keine Markierung gesetzt werden. In der Praxis bedeutet das: Die Zielgruppe ist kleiner als die Zahl der Besucher, weil ein Teil ablehnt. Das ist hinzunehmen und kein Grund, die Einwilligung technisch zu umgehen.
Was in der Praxis gut funktioniert
- Zeitliche Begrenzung, meist auf wenige Wochen nach dem Besuch
- Begrenzung, wie oft eine Anzeige demselben Menschen erscheint
- Ausschluss derer, die bereits angefragt oder gekauft haben
- Eine andere Botschaft als beim ersten Kontakt, nicht dieselbe Anzeige erneut
Ein Beispiel aus der Praxis
Eine Kampagne lief ohne Begrenzung der Häufigkeit. Interessenten sahen dieselbe Anzeige über Wochen mehrmals täglich. Statt Erinnerung entstand Genervtheit, in zwei Fällen sogar eine Beschwerde. Nach der Begrenzung auf wenige Einblendungen pro Woche und einer Laufzeit von dreißig Tagen verbesserten sich die Zahlen, bei geringeren Kosten.
Wo die Grenze liegt
Remarketing wirkt schnell aufdringlich. Wer eine Seite einmal kurz besucht hat, will nicht wochenlang verfolgt werden. Für sensible Themen, etwa im Gesundheitsbereich oder bei persönlichen Anliegen, sollte man ganz darauf verzichten. Der kurzfristige Nutzen wiegt den Schaden am Eindruck nicht auf.
Sinnvolle Zielgruppen
Nicht jeder Besucher ist gleich interessant. Wer zehn Sekunden auf der Startseite war, unterscheidet sich deutlich von jemandem, der eine Leistungsseite vollständig gelesen und das Formular geöffnet hat. Eine Aufteilung nach diesen Signalen lohnt sich, weil sich Budget und Botschaft dann unterschiedlich ausrichten lassen. Ohne diese Unterscheidung zahlt man denselben Preis für Aufmerksamkeit mit sehr unterschiedlichem Wert.
Häufige Fragen zu Remarketing
Funktioniert Remarketing noch ohne Drittanbieter-Cookies?
Eingeschränkt. Die Plattformen arbeiten mit eigenen Daten und Modellen weiter, die Zielgruppen sind aber kleiner und weniger präzise als früher.
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Wie wir mit diesem Thema in Projekten umgehen, steht bei unser Online-Marketing.