Glossar

UX Design und die Nutzungserfahrung

UX Design steht für User Experience Design und befasst sich damit, wie sich die Nutzung eines Angebots anfühlt: Findet jemand, was er sucht, versteht er, was zu tun ist, und kommt er ohne Umwege ans Ziel? Es geht dabei um Abläufe und Struktur, nicht nur um Aussehen.

Der Unterschied zu UI

Die Nutzungserfahrung entsteht aus mehr als der Oberfläche. UI Design betrifft nur das Sichtbare: Farben, Schriften, Abstände, Zustände von Schaltflächen. UX betrifft den Weg dorthin: Welche Schritte muss jemand gehen, in welcher Reihenfolge stehen die Informationen, wo entstehen Unsicherheiten? Eine Seite kann gut aussehen und trotzdem schlecht zu benutzen sein. Der umgekehrte Fall kommt seltener vor, weil ein unsauberes Erscheinungsbild selbst Vertrauen kostet.

Wie man vorgeht

Am Anfang steht die Frage, wer die Seite benutzt und mit welcher Absicht. Daraus ergeben sich typische Wege, die jemand nimmt. Diese Wege prüft man Schritt für Schritt: Welche Information fehlt an welcher Stelle, welche Frage bleibt offen, wo muss jemand raten? Für die Prüfung braucht es keine große Studie. Fünf Personen, die eine Aufgabe ausführen, während man zusieht, decken einen großen Teil der Probleme auf.

Ein Beispiel aus der Praxis

Auf einer Kontaktseite standen zwölf Pflichtfelder, darunter Anrede, Firmenanschrift und Kundennummer. Nach der Reduktion auf Name, E-Mail und Nachricht stieg die Zahl der abgeschickten Formulare deutlich. Die fehlenden Angaben wurden in der Antwortmail nachgefragt, was in der Praxis niemanden störte. Eine Hürde am Anfang kostet mehr als eine Rückfrage im Gespräch.

Häufige Schwachstellen

  • Wichtige Informationen erst nach mehreren Klicks erreichbar
  • Schaltflächen, die nicht sagen, was danach passiert
  • Fehlermeldungen in Formularen, die den Fehler nicht benennen
  • Texte in Fachsprache, die Kunden nicht verwenden
  • Keine Bestätigung nach einer Aktion, sodass Unsicherheit bleibt

Verbindung zur Barrierefreiheit

Vieles, was die Nutzung für Menschen mit Einschränkungen verbessert, hilft allen: klare Beschriftungen, ausreichender Kontrast, Bedienbarkeit per Tastatur, verständliche Sprache. Wer Barrierefreiheit als Teil der Gestaltung versteht statt als nachträgliche Pflicht, bekommt beides ohne großen Mehraufwand.

Kleine Tests, große Wirkung

Sie brauchen keine große Untersuchung. Bitten Sie drei Personen, die Ihr Unternehmen nicht kennen, eine konkrete Aufgabe auf der Website zu erledigen, und sehen Sie schweigend zu. Nicht helfen, nicht erklären. Nach zwanzig Minuten wissen Sie mehr über die Schwachstellen als aus jeder Auswertung. Wichtig ist nur, dass die Aufgabe echt ist und nicht so formuliert wird, dass sie die Lösung schon enthält.

Häufige Fragen zu UX Design

Lohnt sich UX für kleine Websites?

Ja, gerade dort. Bei wenigen Seiten entscheidet oft eine einzige Hürde darüber, ob jemand anfragt oder abspringt.

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Wie wir mit diesem Thema in Projekten umgehen, steht bei unser Webdesign aus Bonn.