Pagespeed und die Ladezeit einer Seite
Warum es zählt
Die Ladezeit entscheidet aus zwei Gründen. Der erste ist banal: Menschen warten nicht. Wer auf dem Telefon im Mobilfunknetz drei Sekunden auf eine weiße Fläche schaut, geht zurück zu den Suchergebnissen. Bei bezahltem Verkehr ist das doppelt teuer, weil der Klick bereits bezahlt wurde. Der zweite Grund ist die Bewertung durch Suchmaschinen, die Geschwindigkeit als einen Faktor unter vielen berücksichtigen.
Wo die Zeit verloren geht
In der Praxis fast immer an denselben vier Stellen. Erstens bei Bildern, die in Druckauflösung hochgeladen und erst im Browser kleingerechnet werden. Zweitens bei eingebundenen Diensten Dritter, etwa Chatfenstern, Kartendarstellungen oder Einwilligungsabfragen, die den Aufbau anhalten. Drittens bei Schriftdateien aus fremden Netzen, die das Erscheinen des Textes verzögern. Und viertens beim Server selbst, wenn das gebuchte Paket zu knapp bemessen ist.
Die Hebel in der richtigen Reihenfolge
- Bilder in modernen Formaten, in mehreren Größen, mit festen Maßangaben
- Alles nachladen, was nicht sofort sichtbar ist
- Skripte Dritter zählen und jedes einzelne begründen, sonst entfernen
- Schriften vom eigenen Server ausliefern und vorab laden
- Zwischenspeicher im Browser und auf dem Server richtig einstellen
- Erst danach an Serverleistung und Auslieferungsnetzen arbeiten
Ein Beispiel aus der Praxis
Eine Seite lud in vier Sekunden bis zum ersten sichtbaren Inhalt. Die Analyse zeigte elf eingebundene Skripte, darunter drei Auswertungswerkzeuge, von denen zwei niemand mehr benutzte. Nach dem Entfernen der überflüssigen Einbindungen und dem Umstellen der Bilder auf ein modernes Format lag der Wert bei knapp über einer Sekunde. Am Design wurde dabei nichts geändert.
Labor und Feld
Prüfwerkzeuge arbeiten mit festgelegten Vorgaben und taugen deshalb gut zum Vergleich von vorher und nachher. Aussagekraft über die tatsächliche Lage haben aber nur die Werte, die von echten Besuchern über vier Wochen zusammenkommen. Ein Werkzeug kann eine grüne Bewertung ausgeben, während Menschen mit älteren Telefonen spürbar länger warten. Maßgeblich sind daher die Angaben aus der Search Console.
Wo die Grenze liegt
Ab einem gewissen Punkt kostet jede weitere Zehntelsekunde unverhältnismäßig viel Aufwand. Für eine übliche Unternehmenswebsite ist das Ziel erreicht, wenn der Hauptinhalt auf dem Telefon in unter zwei Sekunden steht. Danach lohnt sich Budget meist an anderer Stelle besser.
Häufige Fragen zu Pagespeed
Wie schnell ist schnell genug?
Als Richtwert gilt, dass der Hauptinhalt in unter 2,5 Sekunden sichtbar sein sollte, gemessen bei echten Besuchern auf dem Telefon.
Passend dazu bei NETZTIME
Wie wir mit diesem Thema in Projekten umgehen, steht bei unser Webdesign aus Bonn.