Glossar

Core Web Vitals als Messwerte

Core Web Vitals sind drei Messwerte, mit denen Google die Nutzungsqualität einer Seite bewertet: wie schnell der Hauptinhalt sichtbar ist, wie schnell die Seite auf Eingaben reagiert und wie ruhig das Layout beim Laden bleibt.

Die drei Werte

Der erste beschreibt, wann das größte sichtbare Element im Sichtbereich fertig geladen ist. Als gut gilt ein Wert unter 2,5 Sekunden. Der zweite misst, wie lange es dauert, bis die Seite auf eine Eingabe sichtbar reagiert. Der dritte erfasst, wie stark sich Inhalte während des Ladens noch verschieben. Jeder kennt die Situation, in der man auf einen Link tippt und im letzten Moment ein Banner nachlädt, sodass man auf etwas anderes klickt. Genau das misst dieser Wert.

Was die Werte verschlechtert

  • Große, nicht optimierte Bilder, besonders im oberen Seitenbereich
  • Bilder ohne Angabe von Breite und Höhe, dadurch springt das Layout
  • Schriften aus fremden Netzen, die den Textaufbau verzögern
  • Viele Skripte von Drittanbietern, etwa für Auswertung oder Chatfenster
  • Werbe- oder Hinweisbanner, die erst nachträglich eingefügt werden

Ein Beispiel aus der Praxis

Eine Website lud im Hintergrund ein Vollbild in Druckauflösung, gut vier Megabyte groß. Auf einem schnellen Anschluss fiel das kaum auf, auf dem Telefon im Mobilfunknetz dauerte es fünf Sekunden bis zum ersten sichtbaren Inhalt. Nach dem Umstellen auf ein modernes Bildformat und mehrere Größenvarianten sank die Dateigröße auf unter zweihundert Kilobyte, ohne sichtbaren Qualitätsverlust.

Wie man misst

Es gibt zwei Arten von Daten. Labormessungen entstehen unter festgelegten Bedingungen und sind gut zum Vergleichen von Änderungen. Felddaten stammen von echten Besuchern und zeigen, wie die Seite tatsächlich erlebt wird. Für die Bewertung durch Google zählen die Felddaten. Eine perfekte Laborbewertung nützt wenig, wenn die realen Werte schlecht sind.

Wie wichtig sind sie

Als Rankingfaktor sind sie einer von vielen und selten der entscheidende. Für die Nutzung sind sie wichtiger als für die Position: Wer drei Sekunden auf eine weiße Fläche schaut, geht zurück, unabhängig davon, wie gut der Inhalt gewesen wäre.

Reihenfolge beim Verbessern

Der größte Effekt kommt fast immer von den Bildern, danach von Skripten Dritter. Wer beides angeht, hat den größten Teil erledigt. Erst danach lohnt sich die Feinarbeit an Serverantwortzeiten und Zwischenspeichern. Wichtig ist, nach jeder Änderung neu zu messen und ein paar Wochen zu warten, bis genügend Felddaten vorliegen. Wer täglich misst und nachjustiert, verfolgt Zufallsschwankungen.

Häufige Fragen zu Core Web Vitals

Reicht ein guter Wert in einem Test-Werkzeug?

Nein. Entscheidend sind die Daten echter Besucher über einen Zeitraum von 28 Tagen, sichtbar in der Search Console.

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Wie wir mit diesem Thema in Projekten umgehen, steht bei unser Webdesign aus Bonn.