Glossar

Logo Design für den täglichen Einsatz

Logo Design bezeichnet die Entwicklung des Bildzeichens oder Schriftzugs, mit dem ein Unternehmen auftritt. Ein brauchbares Logo funktioniert in jeder Größe, einfarbig, auf hellem wie auf dunklem Grund und in jeder Anwendung vom Stempel bis zur Fahrzeugbeschriftung.

Was ein gutes Logo ausmacht

Entscheidend ist der Einsatz im täglichen Geschäft. Ein Zeichen muss erkennbar bleiben, wenn es zwölf Millimeter breit auf einer Visitenkarte steht. Es funktioniert in einer Farbe, weil Stempel, Gravuren und Faxvorlagen keine Verläufe kennen. Es bleibt lesbar, wenn es auf einem Foto liegt. Und es unterscheidet sich von dem, was die Wettbewerber verwenden.

Was ein Logo nicht leisten muss: erklären, was ein Unternehmen tut. Kaum eine bekannte Marke hat ein Logo, das ihr Geschäft abbildet. Die Bedeutung entsteht durch Wiederholung, nicht durch Symbolik.

Ein System statt eines Bildes

In der Praxis braucht man mehrere Varianten: eine Hauptversion, eine für schmale Formate, eine reduzierte Bildmarke für kleine Anwendungen wie Profilbilder, dazu Fassungen für helle und dunkle Untergründe. Wer nur eine einzige Datei erhält, stößt spätestens beim ersten Messebanner an Grenzen.

Welche Dateien nötig sind

  • Vektordatei als Grundlage, beliebig skalierbar ohne Qualitätsverlust
  • SVG für die Verwendung im Web
  • PNG mit transparentem Hintergrund in mehreren Größen
  • Einfarbige Fassungen in Schwarz und Weiß
  • Favicon und App-Symbol, abgeleitet aus der reduzierten Bildmarke

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Unternehmen besaß sein Logo nur als JPEG mit weißem Hintergrund, in mittlerer Auflösung. Für die Fahrzeugbeschriftung musste es nachgezeichnet werden, für die Website wurde es freigestellt, für den Messestand noch einmal neu aufgebaut. Drei verschiedene Varianten mit leicht abweichenden Proportionen waren das Ergebnis. Eine saubere Vektordatei hätte den gesamten Aufwand erspart.

Markenrecht

Ein Logo entsteht mit einem Urheberrecht, ist damit aber nicht als Marke geschützt. Wer Schutz will, meldet eine Marke an. Vorher gehört eine Recherche dazu, ob ähnliche Zeichen in denselben Klassen bereits eingetragen sind. Diese Prüfung gehört in die Hände einer spezialisierten Kanzlei, nicht einer Agentur.

Ablauf einer Entwicklung

Üblich sind drei Schritte. Zuerst wird geklärt, wofür das Zeichen stehen soll und wo es überall auftauchen wird. Dann entstehen mehrere Richtungen, die bewusst unterschiedlich sind, damit eine echte Entscheidung möglich wird. Zum Schluss wird die gewählte Richtung ausgearbeitet und in allen Anwendungen geprüft. Wichtig ist, Entwürfe immer in Anwendung zu zeigen und nicht freigestellt auf weißem Grund, weil sonst über Geschmack statt über Funktion diskutiert wird.

Häufige Fragen zu Logo Design

Was kostet ein Logo?

Die Spanne ist enorm, weil sehr Unterschiedliches darunter verkauft wird. Entscheidend ist, ob Positionierung, Variantensystem, Regeln und alle Dateiformate enthalten sind oder nur eine einzelne Grafik.

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