Glossar

Vektorgrafik statt Pixelbild

Eine Vektorgrafik besteht nicht aus Bildpunkten, sondern aus mathematisch beschriebenen Linien und Flächen. Sie lässt sich beliebig vergrößern, ohne unscharf zu werden, und ist deshalb die richtige Form für Logos, Symbole und alles, was in sehr verschiedenen Größen auftaucht.

Der Unterschied zum Pixelbild

Berechnete Formen statt fester Bildpunkte: Darin liegt der ganze Unterschied. Ein Foto besteht aus einem Raster von Bildpunkten. Vergrößert man es, werden diese Punkte sichtbar und das Bild wird unscharf. Eine Vektorgrafik speichert stattdessen Anweisungen: eine Linie von hier nach dort, ein Kreis mit diesem Radius, diese Fläche in dieser Farbe. Beim Anzeigen wird daraus in der gewünschten Größe neu gerechnet. Deshalb sieht dasselbe Logo auf der Visitenkarte und auf der Lkw-Plane gleich sauber aus.

Wofür sie gebraucht wird

  • Logos und Bildmarken, in jeder denkbaren Anwendung
  • Symbole und Piktogramme auf Websites, als SVG eingebunden
  • Beschriftungen für Fahrzeuge, Schilder und Gebäude
  • Illustrationen und technische Zeichnungen
  • Alles, was gedruckt und gleichzeitig digital verwendet wird

Warum das im Alltag ständig auffällt

Viele Unternehmen besitzen ihr Logo nur als Pixelbild in mittlerer Auflösung, oft mit weißem Hintergrund. Sobald etwas Größeres ansteht, ein Messebanner, eine Fahrzeugbeschriftung, eine Wand, muss das Zeichen nachgebaut werden. Dabei entstehen Abweichungen in Proportionen und Farben, und nach drei solchen Runden existieren drei leicht unterschiedliche Fassungen desselben Logos.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Betrieb schickte für eine Fahrzeugbeschriftung sein Logo als JPEG mit 600 Pixeln Breite. Der Folienbetrieb konnte damit nichts anfangen und zeichnete es nach, mit leicht anderen Rundungen. Anschließend passte die Beschriftung nicht mehr genau zum Briefpapier. Eine saubere Vektordatei hätte den gesamten Aufwand und die Abweichung erspart.

Welche Formate

Als Arbeitsdatei dient meist ein Format des Layoutprogramms, für den Austausch mit Druckereien eignet sich EPS oder PDF, für die Verwendung im Web SVG. Wichtig ist, dass Sie die Ursprungsdatei besitzen und nicht nur ein daraus abgeleitetes Bild. Fragen Sie bei jeder Gestaltungsarbeit ausdrücklich danach, sie gehört Ihnen.

Wo sie nicht passt

Für Fotos ist das Verfahren ungeeignet, weil sich ein realistisches Bild nicht sinnvoll in Formen zerlegen lässt. Umgekehrt lassen sich einfache Pixelbilder nachträglich in Vektoren umwandeln, das Ergebnis ist aber immer eine Annäherung und kein Ersatz für ein sauber angelegtes Original.

Häufige Fragen zu Vektorgrafik

Kann man ein JPEG in eine Vektordatei umwandeln?

Näherungsweise ja, bei einfachen Formen mit brauchbarem Ergebnis. Feine Details und weiche Übergänge gehen dabei verloren, deshalb ist die Neuanlage meist die bessere Wahl.

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Wie wir mit diesem Thema in Projekten umgehen, steht bei unser Grafikdesign.